Familienunternehmen rekrutieren nicht nach dem Schweinezyklus

Antizyklische Personalpolitik in der Wirtschaftskrise sichert langfristigen Erfolg - Unternehmenskultur fördert Motivation und Bindung der Mitarbeiter

Heppenheim, 15. April 2010 - Familienunternehmen betreiben im Gegensatz zu Nicht-Familienunternehmen eine antizyklische Personalpolitik. In der Wirtschaftskrise trennen sie sich nicht von ihren Fach- und Führungskräften, sondern rekrutieren vielmehr neue Mitarbeiter. "Mit dieser langfristigen und nachhaltigen Personalpolitik, die in schlechten Zeiten in das eigene Personal investiert, sind Familienunternehmen besser aufgestellt, wenn sich die Auftragslage wieder bessert", sagt Joachim Bangert, Gründer und Vorstand von Auxilion.

Nach Erfahrung des Beratungshauses für Familienunternehmen bauen Nicht-Familienunternehmen in der Krise eher Personal ab, da sie sich aufgrund der Eigentumsverhältnisse an kurzfristigen Zielen orientieren müssen. Damit folgen sie jedoch dem sogenannten Schweinezyklus. Demnach bringt die Anpassung der Personaldecke an die aktuelle Auftragslage zwar vorübergehend Erfolg, weil sie die Personalausgaben reduziert. Langfristig jedoch übersieht diese Personalstrategie, dass nach der Krise qualifizierte Mitarbeiter neu gewonnen und eingearbeitet werden müssen. "Viele Unternehmen blenden vor lauter Krisenangst aus, dass der Wettbewerb um die besten Köpfe ungebrochen weitergeht. Angesichts der demografischen Entwicklung ist der Fachkräftemangel mittelfristig sogar viel bedeutender als die derzeitige Wirtschaftskrise. Unternehmen, die jetzt dem Schweinezyklus folgen, stehen beim Wiederaufschwung vor einem noch größeren Problem als zuvor", betont Bangert.

Teil der nachhaltigen Personalpolitik der Familienunternehmen ist eine Unternehmenskultur, die von Identifikation, Motivation und Loyalität geprägt ist. Im Gegensatz zu Konzernen, in denen die persönliche Verantwortung der Mitarbeiter meist nicht über den eigenen Schreibtisch hinausgeht, setzen Familienunternehmen auf Wertschätzung, Anerkennung und Eigenverantwortung der Mitarbeiter. Ein starkes Wir-Gefühl vermittelt zudem Sicherheit und Vertrauen. In der Beratung der Familienunternehmen erlebt Auxilion immer wieder, dass die Mitarbeiter in Familienunternehmen aufgrund der besonderen Mitarbeiterführung produktiver sind, weniger Fehltage und mehr Spaß an der Arbeit haben. Diese besondere Einstellung und das persönliche Engagement der Mitarbeiter tragen maßgeblich zum Erfolg der Familienunternehmen bei.

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Alexander Ladwig
Projektkoordinator
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E-Mail: ladwig(at)amz-sachsen.de

Meldung vom 16.04.2010

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