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  • Smart Intralogistics bei BergiPlast: Automatisierter Materialfluss mit fahrerlosen Transportsystemen in der Produktion eines Automobilzulieferers.

News aus dem Netzwerk | Smart Intralogistics bei Bergi-Plast

Mit Automatisierung und Smart Intralogistics die Wettbewerbsfähigkeit sichern

Die Transformation der Automobilzulieferindustrie ist in vollem Gange. Steigende Kosten, Fachkräftemangel und komplexe Produktionsprozesse zwingen Unternehmen dazu, ihre internen Abläufe neu zu denken. Wie eine praxisnahe und gleichzeitig mutige Lösung aussehen kann, zeigt unser AMZ-Mitglied Bergi-Plast eindrucksvoll mit seiner Reise zur Smart Intralogistics.

Von manueller Belastung zur intelligenten Prozesskette

Was früher körperlich anstrengende Routine war, ist heute ein hochautomatisierter Prozess:
Ein Mitarbeiter faltete früher bis zu 500 Kartons pro Schicht – eine monotone, belastende Tätigkeit mit wenig Wertschöpfung.

Heute übernehmen automatisierte Systeme diese Aufgaben:

  • Kisten bewegen sich eigenständig entlang definierter Routen
  • Maschinen melden automatisch Bedarf oder Füllstände
  • Inhalte werden automatisiert in Kartons überführt, verpackt und palettiert

Das Ergebnis: ein durchgängiger, digital gesteuerter Materialfluss ohne unnötige Wege, Verzögerungen oder manuelle Eingriffe.

Strategische Entscheidung mit Weitblick

Für Geschäftsführer Dr. Ronald Bernstein war die Investition in die Automatisierung eine klare strategische Entscheidung:

„Diese Investition ist für ein mittelständisches Unternehmen viel, doch die Alternative kostet viel mehr, nämlich den Platz am Markt.“

Gerade für mittelständische Zulieferer ist dieser Schritt alles andere als selbstverständlich. Hohe Investitionskosten und Unsicherheiten schrecken viele Unternehmen ab. Doch Bergi-Plast zeigt: Nicht zu investieren kann langfristig das größere Risiko sein.

Antwort auf den Fachkräftemangel

Die Motivation ist klar:
Der demografische Wandel wird den Arbeitsmarkt massiv verändern. Bergi-Plast begegnet dieser Entwicklung aktiv:

  • Entlastung der Mitarbeitenden von körperlich schwerer und monotoner Arbeit
  • Steigerung der Attraktivität von Arbeitsplätzen
  • Qualifiziertes Personal kann für das steigende Produktionsvolumen eingesetzt werden

Die Strategie: Mensch und Technologie sinnvoll kombinieren, statt gegeneinander auszuspielen.

Mehr Effizienz durch transparente Prozesse

Die Einführung der Smart Intralogistics bringt messbare Vorteile entlang der gesamten Wertschöpfung:

  • Produktivitätssteigerung durch transparente Material- und Informationsflüsse
  • Planbare Transportprozesse ohne Verzögerungen
  • Reduzierte Fehlerquoten und weniger Transportschäden
  • Geringere Personalkosten im Mehrschichtbetrieb
  • Hohe Systemverfügbarkeit und Zuverlässigkeit

Ein konkretes Ergebnis: Die Produktivität konnte am Wochenende um rund 100 % gesteigert werden.

 

Smart Intralogistics bei BergiPlast: Automatisierter Materialfluss mit fahrerlosen Transportsystemen in der Produktion eines Automobilzulieferers.
© Bergi-Plast

Der Weg zur Smart Factory: Schritt für Schritt

Besonders relevant für andere Unternehmen im AMZ-Netzwerk ist der strukturierte Ansatz von Bergi-Plast. Die Transformation erfolgte nicht auf einmal, sondern in klar definierten Phasen:

1. Analyse & Zieldefinition

Identifikation von Engpässen im manuellen Prozess und klare Zielsetzung (Effizienz, Entlastung, Sicherheit).

2. Technologieauswahl

Bewertung von FTS, Kartonaufrichtern, Etikettierung und Palettierung – mit Fokus auf Kompatibilität und Zuverlässigkeit.

3. Implementierungsplanung

Einbindung aller Abteilungen und strukturierte Zeitplanung.

4. Testphase

Pilotbetrieb im kleinen Rahmen – mit klarer Empfehlung:
👉 „Nicht alles auf einmal wollen!“

5. Schulung & Akzeptanz

Mitarbeiter frühzeitig einbinden, Vertrauen schaffen und Vorteile transparent machen.

6. Kontinuierliche Verbesserung

Daten nutzen, Prozesse überwachen und stetig optimieren.

Ziele: Lean, effizient und zukunftssicher

Mit der Smart Intralogistics verfolgt Bergi-Plast klare strategische Ziele:

  • Optimierter Materialfluss und Entlastung der Logistik
  • Effektivere Nutzung des Produktionspersonals
  • Vorbereitung auf strengere Hygieneanforderungen
  • Schrittweise Entwicklung zur „Dark Factory“
  • Verknüpfung von Prozessen im Sinne von Lean Production

Blick nach vorn: Autonome Produktion

Die nächsten Schritte sind bereits definiert:

  • Automatisierung der Lagerlogistik
  • Integration des Hochregallagers
  • Perspektivisch: autonome Spät- und Nachtschichten

Damit entwickelt sich Bergi-Plast konsequent in Richtung einer weitgehend selbststeuernden Produktion.

Fazit: Ein Best Practice für das Autoland Sachsen

Bergi-Plast steht exemplarisch für das, was die sächsische Automobilzulieferindustrie auszeichnet:
Mut zur Veränderung, technologische Kompetenz und strategischer Weitblick.

Quelle Inhalte + Titelbild: © Bergi-Plast